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Erfahrungsbericht einer Aufstellung

  • vor 2 Tagen
  • 2 Min. Lesezeit

Aktualisiert: vor 19 Stunden


Familienaufstellung
Systemaufstellung



Manuel, ein Teilnehmer, hat seine Erfahrung ausführlich in Worte gefasst:

​​​

Rückblickend kann ich heute sagen:

Worauf habe ich eigentlich gewartet? Von selbst wurde es ja schließlich nicht besser.

Ich bin zu einer Aufstellung gegangen, weil meine Frau mir schon seit drei Jahren davon erzählt hatte und immer wieder meinte, ich solle mal "mein Thema" aufstellen.

Ich habe lange gezögert, weil ich mir überhaupt nicht vorstellen konnte, wie mir fremde Menschen in einer Gruppe bei meinem Thema helfen sollten.

Schließlich meldete ich mich an und beschloss, meine Handlungsunfähigkeit aufzustellen.

Ich fühlte mich schon länger voller Druck, Zwang und auch Hilflosigkeit.Meine Freude war verschwunden.

Zwar wusste ich viel über mein Inneres, konnte aber nichts wirklich erklären, begründen oder verändern.

 

Mein Alltag hatte einen Verlauf genommen, mit dem ich absolut unzufrieden war.

Es fiel mir schwer, Dinge zu entscheiden. Ich hatte kaum noch Lust auf etwas, sah oft nur das Negative und entwickelte Angst vor bestimmten Situationen und fing an, sie unbewusst zu meiden.

Orientierungslos, kein Ziel, irgendwie kam ich mir verloren vor.


Am Beginn der Aufstellung dachte ich, ich wüsste, was dabei herauskommt. Doch es kam anders.

​​

Ich stellte verschiedene Menschen und Emotionen auf, die von den Stellvertretern übernommen wurden. ​ Ich sah das Konstrukt, das ich mir offensichtlich selbst aufgebaut hatte und aufrechterhielt.

Es zeigte mir, wie ich mich im Gefüge der Dinge nie gesehen hätte. Es war einfach nur verblüffend zu sehen, dass andere Menschen, die mich nicht kennen, zeigen konnten, wie ich mich in meinem Leben verhielt, wie ich wirke, wie ich bin, wie ich mich gebe. Und wie sich Personen und Dinge im Alltag um mich herum bewegten.


Als ich das so sah, zeigten sich Verbindungen, an die ich nie gedacht hätte. Ich war überrascht und gleichzeitig erleichtert. Denn oft hatte ich das Gefühl, falsch zu sein und nichts richtig zu machen, nicht genug zu tun. In der Aufstellung wusste ich plötzlich, warum. Ich musste aufhören wie ein ferngesteuertes Spielzeugauto einfach nur zu funktionieren und ständig gegen die Wand zu fahren!


Mein unbewusster Widerstand war an manchen Stellen ziemlich ausgeprägt. So hätte ich mich selbst nie eingeschätzt. Die Kernfrage "Wer bin ich überhaupt?" kam durch die Aufstellung auf. Und gleichzeitig eine innere Freiheit, mich auch im Nachhinein damit zu beschäftigen und der Frage von Grund auf nachzugehen.


Seitdem hat sich einiges Positives bei mir getan. Die nötige Bewusstheit um anders zu handeln ist da. Ich nehme anders wahr und lerne, die eingefahrenen Wege des Spielzeugautos zu erkennen, um nicht immer wieder auf ein Neues gegen die Wand zu fahren.


Dank der Aufstellung und der Begleitung habe ich mich getraut Herausforderungen anzunehmen, vor denen ich früher weggelaufen wäre.

Das ist mein größter persönlicher Erfolg. Ich habe später weitere Aufstellungen besucht, als Stellvertreter und nochmal mit eigenem Thema.

Und mit der zurückgewonnenen Freude treffe ich dort jedes Mal wieder genau das, was im Kern noch auf Lösung wartet und mich berührt, manchmal auch überwältigt.

Es ist, als wäre ich jedes Mal zur richtigen Zeit am richtigen Ort, in genau der richtigen Position.





 
 
 

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