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Transformation ohne Missverständnis

  • 24. März 2024
  • 3 Min. Lesezeit

Aktualisiert: 15. Juni


einfach erklärt - was steckt hinter dem Begriff "Transformation" und wie eine Aufstellung dabei geholfen hat.

Transformation



Vor kurzem erhielt ich einen Anruf:

"Ich habe ein Erfolgserlebnis zu berichten! Es ergab sich neulich wieder mal so eine Situation, in der ich bisher jedes Mal durchgedreht bin. Als ich merkte, wie die Wut und der Drang alles mit Worten zu zerstören in mir hoch kam, ist es mir gelungen, zu mir selbst zu sagen: ´Nein. Stop. Ich hole erst mal Luft und überlege, ob ich jetzt wirklich durchdrehen will!?! Richtet sich diese Situation gegen mich persönlich? Steht es mir zu darüber so wütend zu werden?`


Ich erinnerte mich an die Aufstellung und meine fehlende Akzeptanz die darin vorkam. Und warum die Wut überhaupt entstanden ist. Ich hielt noch ein paar Sekunden inne, setzte mich mit meiner Wut auseinander und sagte innerlich: ´nein, es gibt keinen Grund darüber wütend zu sein. Ich weiß, was hinter der Wut steht und wo sie her kommt.` Puh, ich setzte mich mit dem Ursprung auseinander und versuchte, die aktuelle Situation und die vergangene von einander zu trennen und zu akzeptieren. Die Wut in mir wurde immer weniger, bis sie ganz verschwand. Das war neu für mich. Aber mehr noch: Plötzlich wurde ich richtig dankbar und fühlte mich erleichtert."

 

"Wow" sagte ich "das nenne ich ein Erfolgserlebnis! Du hast erlebt, dass es mit jedem Mal einfacher wird, die kritische Situation und dich selbst "live" zu beobachten während es stattfindet. Und der Durchbruch war, so zu reagieren wie du reagiert hast. Weißt du was da passiert ist? Das nennt man TRANSFORMATION !!

 

Das Beispiel oben ist anonymisiert und ohne weitere persönlichen Details wiedergegeben. Trotzdem repräsentiert es die Erfolgserlebnisse eines jeden Einzelnen von uns. Es zeigt, dass es machbar ist, eine Veränderung fest eingefahrener Dinge möglich ist.

 

Das Wort Transformation löst in manchen - selbst in mir - ein gewisses "esoterisches" Schubladendenken aus.

Doch Transformation ist etwas ganz pragmatisches. Sie ist das Ergebnis der Arbeit mit sich selbst. Der Auseinandersetzung mit sich selbst. Dem Integrieren von Erkenntnissen.

Ich muss meinen Lebensstil nicht um 180 Grad umkrempeln und es nur genug wollen. Im Gegenteil, AKTIV werden ist das Stichwort.



Transformation bedeutet, dass man die Form von etwas ändert bzw. verwandelt (transzendiert). Sprich seine Grenzen erweitert oder Altes bearbeitet und hinter sich lässt. Für uns ganz konkret: seine eigenen Reaktionen verstehen, betrachten und verändern lernt.


Transformation bezieht sich immer auf einen selbst, auf das, was in einem passiert.

Was man denkt, wie man reagiert, was einen verletzt, wütend macht, etc. pp.. Auf die unbewussten Verhaltensmuster in uns, die durch bestimmte Situationen ausgelöst werden.


Wenn ich diese ändern möchte, dann ist es mit aktiver "Arbeit" verbunden. Warten, dass sich von selbst etwas ändert, kann man - bringt aber nichts.



AKTIV bedeutet in Kurzfassung:


  • Muster erkennen

    bewusst (wissentlich und willentlich) den eigenen Gedanken, Gefühlen, Emotionen eine andere Bedeutung geben. Das geschieht, indem wir z.B. in einer Aufstellung unsere alten und unbewussten Muster erkennen.


  • sich selbst managen

    sich mit sich selbst auseinander zu setzen "üben" (wie der Anrufer im Beispiel oben) und sich Zeit nehmen zum Reflektieren.

 

Dann erfährt man Erfolge... Es macht "Klick"... Ich erlebe ein AHA... Ich kann bewusst mein Handeln wandeln...


Der Anrufer von oben konnte in einer "gefährlichen Situation" sein eigenes altes Muster entkräften. Das "wütend werden" und die "Zerstörungslust" verloren die Kontrolle (deren Ursprung war in der Aufstellungsarbeit erkannt). Die Wut bzw. die Energie der Wut "transformierte" sich durch bewusstes Umdenken und Beobachten. Nach aktiver wiederholter Auseinandersetzung geschah die Veränderung innendrin fast "wie von selbst". Die wütende Emotion musste nicht länger auf etwas unterdrücktes aufmerksam machen und wurde durch die geübte Akzeptanz (in der Aufstellung sichtbar geworden) zu einem Gefühl der Dankbarkeit (neues und positives Gefühl konnte entstehen).

 

Transformation passiert nicht von jetzt auf gleich und auch nicht ohne dein zutun. Doch wenn sie passiert, dann nachhaltig.




 
 
 

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